Cross-Collateralization
Verrechnung von Advances mehrerer Verträge desselben Creators über einen gemeinsamen Pool.
Cross-Collateralization (auch: "Cross-Collateral" oder "Basket Deal") bedeutet, dass mehrere Verträge desselben Creators oder mehrere Werke in einem gemeinsamen Recoupment-Pool zusammengefasst werden. Ein Überschuss aus einem erfolgreichen Werk kann dabei den unrecoupten Advance eines anderen Werkes ausgleichen.
Das ist für den Creator nachteilig: Ohne Cross-Collateralization würde er Auszahlungen aus einem Hit-Produkt erhalten, selbst wenn ein anderes Werk noch unrecouped ist. Mit Cross-Collateralization behält der Verlag alles ein, bis der Gesamtpool ausgeglichen ist.
Cross-Collateralization ist im Musikgeschäft weit verbreitet — besonders bei Mehralbum-Deals. Im Buchverlag ist sie seltener, aber vorkommt bei Autoren mit mehreren Buchtiteln beim selben Verlag.
Verhandlungstipp: Creator sollten Cross-Collateralization soweit möglich vermeiden oder auf bestimmte Werksgruppen (z.B. nur Bücher desselben Genres) beschränken lassen. Für Verlage ist sie ein sinnvolles Instrument zur Risikostreuung.
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